maximtheater

 

VON DER ENTWICKLUNG EINER FILMGESCHICHTE BIS ZUR REALISATION EINES FILMES

Die Grundlage zu diesem Filmprojekt ist eine eigenständig erarbeitete Filmgeschichte zum Thema „Verantwortung“, die in einem 4 monatigen Prozess mittels gemeinsamer Figurenentwicklung und Improvisationen entwickelt wird.

Parallel dazu finden Workshops zum Spielen vor der Kamera statt. Die Dreharbeiten zum Film starten im Herbst und werden gemeinsam mit Studenten des F+F Studiengang Film umgesetzt.

Leitung Drehbuchentwicklung und Regie: Thomas Hess


 

WHO THE HELL IS HEIDI?         

Eine theatralisch-musikalische Identitätssuche. Kein Heimatabend!

An was denkst du zuerst, wenn du an Heimat denkst?
– An den Garten meiner Großmutter.
– An Meer und Musik.
– An Angst.

Regie: Jasmine Hoch; Dramaturgie: Christine Besier; Musikalische Leitung: Martin Gantenbein

Premiere: 24. Oktober 2017

Was ist typisch Schweiz, was eine typische Schweizerin? Und was macht eine typische Finnin, Ungarin, Syrerin aus? Wir haben Bilder im Kopf, Vorstellungen davon, was ein Land und seine BewohnerInnen erkennbar macht und von anderen unterscheidet. Wieviel Wahrheit enthalten diese Klischees? Wozu dienen sie? Und wie sehen diejenigen sich selbst, von denen wir zu wissen glauben, wer sie sind? Wie gut muss man einander kennen, bis sich die Zuschreibungen als unbrauchbar oder überflüssig erweisen?

Der Mythos von der kulturellen Identität hat Hochkonjunktur, und nicht selten geht es dabei nicht um ein vertieftes Verständnis des Anderen, sondern um Ausgrenzung.

Identität gründet auf Werten, die man in sich trägt, seien sie anerzogen, durch Bildung geprägt, durch die Arbeitswelt, den Freundeskreis. Diese Werte gilt es zu stabilisieren, besonders in instabilen Zeiten. Identitäten, so die Philosophin und Publizistin Carolin Emcke, seien aber auch „konstruiert, zugewiesen, zugeschrieben (…), gekoppelt an Ressentiments, an Unwissenheit, an Überzeugung und diese werden zitiert und weitergereicht.“ 

In Who the Hell is Heidi aus dem MAXIM Theaters richten 6 Frauen unterschiedlicher Herkunft den Blick auf die Vorurteile, die ihnen entgegengebracht werden und auf diejenigen, die sie selber in sich tragen. 

„ ...Es gehört zu den wahrlich schwierigen Aufgaben, sein mühevoll errichtetes Wertegerüst in Zweifel zu ziehen... Sich also zu fragen, welche Umstände meinen Blick auf die Kultur im eigenen Land prägen, bedeutet nichts anderes, als ein Stück weit von sich selbst abzusehen. Und dieses Stück, dieser erste Schritt ist entscheidend. Mit ihm sind freilich keine Terroranschläge zu verhindern und auch keine rechtsextremistischen Bewegungen zu stoppen. Aber immerhin: Wer den Blick auf sich selbst richtet und nach seiner eigenen Bedingtheit fragt, führt dem Mythos von der kulturellen Identität keine weitere Nahrung zu.“ Daniel Hornuff, in: "Der Mythos von der kulturellen Identität."


 

COMMUNITY THEATER IN AUZELG

Das MAXIM Theater startet am 5. September in Auzelg/Schwamendingen einen Satellit. 

Leitung: Bettina Dieterle, Urbain Guiguemdé

 

 

 


 

UTOPIEN BRAUCHT DAS LAND

Die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zuwanderung, die Fragen rund um die Integration - das sind die Themen, mit denen sich das MAXIM Theater während der letzten 2 Jahre in verschiedenen künstlerischen Projekten auseinandersetzte.

UTOPIEN BRAUCHT DAS LAND ist der letzte Schwerpunkt in diesem Programm. Es ist ein Blick in die Zukunft.

UTOPIEN BRAUCHT DAS LAND wird als Veranstaltungsreihe mit 6 verschiedenen Persönlichkeiten durchgeführt, die ihre Utopien und Zukunftsvisionen ins MAXIM tragen. In Form von Performances, Musik, Theater oder einer anderen frei wählbaren künstlerischen Ausdrucksweise stellen diese Gäste aus unterschiedlichen Blickwinkeln ihre Denkmodelle, Szenarien und Ideen vor. Es ist ein Experiment, das zu Diskussionen anregen und gleichzeitig weiterführen soll. Keine abschliessenden Wahrheiten, sondern das Öffnen von Türen. Keine Gegenwartsbetrachtungen, kein Lamentieren über den Gang der Welt, sondern Ideen, Gedankenspiele, die uns neue Betrachtungsweisen eröffnen. Der Ausgang bleibt offen.

Ab November 2017


SHAKESPEARE TRANSIT

Ein kleines Welttheater mit Musik

 

"Wenn der Prinz von Dänemark die Fragen aller Fragen stellt, Cordelia die falsche Antwort gibt und Titania mit einem Esel schläft, dann ist Shakespearezeit.

Das Ensemble des MAXIM Theaters und das Rumpforchester surfen unter der Regie von Laura Huonker durch das umfangreiche Universum des alten Engländers. Arien singend, rappend, akkordeonseufzend, tangotanzend, schreiend und lachend spielt sich die interkulturelle Künstlertruppe mehrsprachig durch die universalen Fragen, Freuden und Leiden der Menschen.


Mit ansteckender Spiellust und beeindruckendem Können kreieren die Darstellenden und Musiker Bilder und Räume, von denen sich, kulturunabhängig, jeder und jede bezaubern lassen kann. Auch ohne Shakespeares Gesamtwerk im Kopf zu haben.

To see or not to see? Wer nicht hingeht ist selbst schuld". (H.P.Remund)


Shakespeare Transit ist eine theatralische Anti-Oper im Kosmos von William Shakespeare. Sie spielt mit den Vernetzungen, Widersprüchen und kulturellen Transitionen des globalisierten Planeten. 

Migration ist meist ein Zwang, oft eine Flucht, manchmal eine Odyssee. Sie sucht den Ausweg und den Neustart. Migration ist deshalb stets auch ein Suchen und Finden neuer Rollen, Kostümierungen und Szenerien in anderen Welten und fremden Kulturen. Dabei ist das global Verbindende, das Sich-Verstehen als Mensch in einer Welt der universale Halt, die Basis der Hoffnung und des Anspruchs auf Recht und Gleichheit auch in der Transformation, im Unterwegs-Sein und beim Ankommen.

«Wir kamen im MAXIM Theater zusammen, um an dieser neuen Art einer internationalen Beggers Opera mitzuwirken, basierend auf den berühmten und allseits bekannten Dramen von Shakespeare. Das ganz Besondere an dieser dramatischen Produktion ist, dass sie in verschiedenen Sprachen Worte mit Musik und Singen mit Schauspiel mixt. Wir sind frei, auf die eigene Weise zu singen, beten, schreien oder monologisieren, in Deutsch, in Englisch und in der eigenen Muttersprache. Wir arbeiteten an verschiedenen Rollen und studierten unterschiedliche Bewegungen. Es war für alle bereichernd, in meinen Augen besonders wegen der begeisternden und tröstenden Musik. Ich hatte einige Schwierigkeiten, die Sprache von Shakespeare und den Inhalt seiner Texte richtig zu verstehen. Aber spielerisch haben wir uns den Texten angenähert. Dies brachte uns grossen Gewinn und machte viel Spass.» (aus dem Arabischen ins Deutsche übersetzt: Reme Othman)

Konzept und Regie: Laura Huonker
Dramaturgische Mitarbeit/ Regieassistenz: Taylan Uysal, Beat Wittwer
Video: Haquim Khozam
Produktionsleitung: Claudia Flütsch

 

Ensemble: Pedro Altamirano, Romina Bogdanovic, Hilal Bozok, Lica Doda, Xhuljana Doda, Ahmed ELsalameh, Alexander Flückiger, Birgit Ines Kohler, Reme Othman, Ana Rodrigues, Fabio Serafini, Justyna Siwiec, Manuel Zuber

Rumpforchester: Pedro Altamirano (Akkordeon), Laura Huonker (Cello), Lukas Huonker (Gitarre), Jorge Komotar (Percussion), Rea Claudia Kost (Stimme), David Lorenzo Mourin (Gitarre), Noah Oliel (Bass, Drums)

 

Premiere am 14. Juni 2017 in der Alten Kaserne in Zürich

Weitere Vorstellungen: 15./21./22./28./29. Juni 2017 in der Alten Kaserne Zürich; 7. Juli 2017 im Rahmen des Kulturfestivals "Pas de Problème!"