maximtheater

BLEU ÉLECTRIQUE // Theater Amalgam

ZU GAST IM MAXIM THEATER

Premiere war am 3. Februar 2017
Weitere Vorstellungen waren am: 4. 5./9./10./11. Februar 2017

Die Schweiz 2035. Eine Alt-Nationalrätin bricht bei ihrer früheren Kontrahentin ein, um sie für eine Protestaktion gegen eine frauenfeindliche Volksinitiative zu gewinnen. Werden die beiden Politpionierinnen noch einmal auf die Barrikaden steigen?

Bleu électrique lässt Schweizer Frauengeschichte Revue passieren und wirft Fragen zur Gleichstellung der Frau heute auf. 

Regie: Claudio Schenardi
Spiel: Dagny Gioulami und Eleni Haupt

Spielort: MAXIM THEATER 


Angst bleibt ein Thema. In unserem Programm, in der Gesellschaft, auf der Welt. Von der Angst sehen wir meist nur den dunklen Schatten. Sie macht unsicher, wütend, gewalttätig, lähmt uns. Auf der anderen Seite kann sie uns aber auch antreiben und unerwartete Kräfte wecken. In den kommenden Monaten begleiten uns die DIE FREMDE und Sonderveranstaltungen rund um die Themen: Frauen und Angst.

PROGRAMM IM SEPTEMBER 2016 // »MAXIM WIRD GEHÖRT«

 

Wir bringen das MAXIM zum Klingen! Wir fragen nach dem, was Menschen vorwärts treibt, sie Neues wagen und Bedrückendes ertragen lässt: Hoffnungen, Träume, Zukünfte. Jede Gesellschaft, die in die Zukunft denkt und sich Neuem nicht verschliesst, braucht eine Kultur der Hoffnung und der Utopien. Im Zentrum steht die Produktion einer Radiosendung, die in Zusammenarbeit mit der Radioschule klipp+klang entstanden ist und auf Radio LoRa ausgestrahlt wird. Mit dem Mikrofon in der Hand wurden zukunftsweisende Geschichten und Visionen gesammelt, die die Herausforderungen der Gegenwart reflektieren und die HörerInnen  (auch) zum Träumen einladen. Hörlounges, Musik, Konzerte, Workshops und ein Film laden zum Hinschauen und Hinhören, Musizieren, Experimentieren, Singen und Tanzen ein.


FUTURE ON AIR // Radioproduktio und Live aus dem MAXIM & on air auf Radio LORA, 97,5 MHz

Wie tönt die Zukunft? Was haben uns die Menschen von 2033 zu sagen? Die Radiogruppe des MAXIM hat genau hinge-hört und mit dem Mikrofon in der Hand Ideen, Zukunftsträume und –ängste und bunte Utopien gesammelt. Ihre Radio-sendung nimmt die HörerInnen mit auf eine Zukunftsreise, die zum Träumen und Hinterfragen animiert. 

„Ich habe einen Traum!“ (Martin Luther King) In seiner berühmten Rede, die er 1963 hielt, beschreibt King die Hoffnung auf Gleichstellung aller Menschen, die Hoffnung auf eine Welt ohne Rassendiskriminierung und auf eine Welt, die von Freiheit und Gerechtigkeit geprägt ist. Es ist ein Traum, eine Vision, dass sich Toleranz durchsetzt und die Vernunft siegt über Hass und Gewalt. Der Traum vom Ende des Hassens. „Ich habe einen Traum!“ Der Wunsch, den fast alle Menschen miteinander teilen, ist in Frieden leben zu können, genügend zu essen, ein Dach über dem Kopf zu haben; ein Traum einiger ist, ein abenteuerliches, ein interessantes Leben zu führen; der Traum weniger ist, die Welt verändern zu wollen. Wo müsste man ansetzen, um Visionen für eine gerechtere Welt zu entwickeln? Wir sind nicht zu einer ungewollten Zukunft verdammt. „Solange wir Träume haben, leben wir. Solange wir leben, geben uns Träume Hoffnung. Solange es Hoffnung gibt, haben wir keine Angst vor der Zukunft. Die Zukunft liegt in unseren Händen“. (Petra Heierhoff)

Live aus dem Studio & on air auf Radio LORA, 97,5 MHz

Am 17. September von 13.00 - 14.30 und am 28.September von 19.00 - 20.00

Unterstützt von Stiftung für Radio und Kultur Schweiz/srks


GRENZWÄRTIG 

Grenzen erkennen, Grenzen markieren, Grenzen überschreiten. 8 MAXIM SpielerInnen haben die Möglichkeiten des Theaters und die Schranken der Gesellschaft erforscht: Wie verhalten sich Individualität und Gleichschaltung zueinander? Und was bedeutet es für den Einzelnen, sich den Raum mit Vielen zu teilen? Welche Bedeutung bekommt der Körper im Raum? Welche neuen Gesetze entstehen, wenn sich eine Gruppe immer wieder neu organisieren muss? Unweigerlich verbinden sich diese Fragen auch mit den Lebensbedingungen von 60 Millionen Menschen. In den Flüchtlingslagern – bei uns, an den Grenzen…

Nach dem Vorbild von Augusto Boal lotet die Gruppe INTERVENTIONEN die Grenzen aus, durchbricht sie im Spiel und wir werden zur Frage geführt, was macht die Bühne mit dem Publikum und das Publikum mit der Bühne: Wo endet das Spiel und wo beginnt die Realität?

Leitung: Katia Franco Hofacker, Fabian Kostadinov, Susan Wohlgemuth

SpielerInnen: Pedro Altamirano, Alberto Caslini, Khalil Hamidi, Majid Movasseghi, Marileide Oliveira, Eduardo Pedroza, Kobra Rezae, Svenja Schäfer, Manuel Zuber

Am 1. und 2. Juli jeweils um 20 Uhr im MAXIM THEATER, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich


ALATI - PERFORMANCE

Alati presents images of lost and newly born identities, by blending one's own mother tongue, senses, and everyday life movement.

Questions as: What is tradition? Are we all foreigners? Will we ever integrate? are posed.
Parts of this research are brought on stage, presenting "segments" that stand autonomously, but if seen from a different angle are also connected to each other. 
Alati, blends all flavors into a "collective one", but also lets the particular, unique value of each one of them reveal.

Concept/Artistic direction: Eleni Mylona
Von und mit Performer des MAXIM Theaters: Annekatrin Becher, Pierre Morgades, Ana Otero, Natalia Paxinou.
Acting: Susana Gutierrez
Video: Anna Fischer

Event Organisers hosting the performance : 
Griechische Gemeinde Zürich - Konzeptbüro der Roten Fabrik

Am 4. Juni 2016 im Fabriktheater in der Roten Fabrik

Am 21. Oktober 2016 mit anschliessendem Diskussionsforum mit Fragen zu Identität, Integration und Desintegration im MAXIM Theater.
Leitung Evangelos Tsempelis (Stillpoint Zürich). 


TROMMELWERKSTATT  // für Jugendliche

20 Jugendliche aus dem Quartier und jugendliche AsylbewerberInnen haben unter der Leitung von Oswaldo de Souza einen Tag lang Trommeln gebaut und sind anschliessend in die Welt des Trommelspiels eingetaucht - ein gemeinsames Spielen & Singen von Liederna uas der Heimat und afrobrasilianischen  Grooves.
www.oswaldo.ch

Im MAXIM THEATER am 9. September von 11.-16 Uhr


 

MÜLLER TRIFFT KRASNIQI

Unter dem Motto „Art against Prejudices“ haben sich 25 Jugendliche aus Zürich (Schweiz) und aus Pristina (Kosovo) während mehreren Monaten auf kreative und unbeschwerte Weise mit Vorurteilen auseinander gesetzt. Gestartet ist MÜLLER TRIFFT KRASNIQI mit „Filmbotschaften“, in welchen die Jugendlichen miteinander kommunizierten. Konzipiert wie eine Brieffreundschaft wurden Filme anstelle von Briefen verschickt. Nach dem Austausch der selbst gedrehten Kurzfilme traf Müller dann wirklich auf Krasniqi. Die Jugendlichen besuchten sich gegenseitig in der jeweiligen Partnerstadt. Der Schwerpunkt lag auf der verbindenden Theaterarbeit:In Workshops, dem gemeinsamen Training und Improvisationsübungen wurde das gegenseitige Kennenlernen vertieft und Vertrauen aufgebaut mit dem übergeordneten Ziel, Vorurteile aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die unter der Leitung von Resul Jusufi entstandenen Improvisations Performances wurden am
17. Oktober 2015 in der American School of Kosova in Pristina und am
7. November im MAXIM Theater in Zürich aufgeführt. 

Projektleitung: Lina Torregroza und Laiya Sievi
Künstlerische Leitung Pristina: Fatos Mehmeti und Gent Zeqiri
Theater Coach in Pristina und Zürich: Resul Jusufi http://resuljusufi.com/

https:www.facebook.com/MtrifftK/

MÜLLER TRIFFT KRASNIQI: DER FILM

Die Film-Dokumentation „Müller trifft Krasniqi“ lässt die kreative Arbeit der Jugendlichen nochmals aufleben, trägt die Idee weiter und erzählt über Zukunftstäume

Kamera: Pascal Reinmann und Johannes Bachmann
Schnitt: Laila Gutknecht

Die DVD kann bei muellertrifftkrasniqi@gmail.com bezogen werden (Preis auf Anfrage)

Die Filmvorführungen fanden statt am: 

14. Juli um 14.00 im Kino XENIX, Kanzleistrasse 56, 8004 Zürich
30.September um 20.00  im  MAXIM THEATER, Ausstellungsstrasse 100, 8005 Zürich

Infoveranstaltung zum Projekt MÜLLER TRIFFT KRASNIQI auf Anfrage

PRESSE:

fileadmin/PDF/Tages-Anzeiger_vom__09_11_2015.pdf


GARTEN EDEN

eine politisch fast korrekte Komödie

 

Premiere war am 10. Nov. 2015 um 20 Uhr in der Limmathall, Hardturmstr. 122, 8005 Zürich

Weitere Vorstellungen:
11./12./14. November 2015, Limmathall Zürich
23./24./25. November 2015, Kanzlei Zürich
22. April 2016, Kasino Saal, Affoltern a.A.
25./26./27. April im KANZLEI Zürich

Eine Koproduktion mit dem Zürcher Lehrhaus

Das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Ethnien, Kulturen und Religionszugehörigkeiten gehört zu den großen Herausforderungen unserer Tage. Dass es sich nicht immer einfach gestaltet, auch wenn der gute Wille vorhanden ist, thematisiert die Komödie um die Schrebergartenkolonie „Garten Eden“.
Der Schrebergarten - ein Stück Heimat, ein Ort der Ruhe und Entspannung: Abschalten vom Stress des Alltags, die Natur genießen, eigenes Gemüse anbauen und duftende Blumen, gemeinsam grillen und Freunde einladen. Hier gärtnert die zum Islam konvertierte Schweizerin neben dem Chilenen, der in Zürich nach seinen jüdischen Wurzeln sucht – die einheimische Biogärtnerin neben der katholischen, aber völlig ‚neutralen’ Kongolesin, die sich wundert, wieso einer Moslem ist, wenn er doch gar nicht so aussieht. Aber die Idylle trügt. Schon die Vorbereitungen für die Gartenparty stellen die Nerven aller Beteiligten auf eine harte Probe: Muss das koschere Fleisch zuerst auf den Grill oder darf es neben dem Lammspieß liegen? Auf keinen Fall neben die Schweinekoteletts! Und wohin mit dem Tofu? Als die mit viel Liebe und gänzlich ohne Gift angebauten Tomaten verschwinden, brechen sämtliche Toleranz-Dämme. Vorurteile und das Halbwissen über fremde Religionen und Kulturen tun ihr Übringes" - und schon wird die Kleingartenordnung hervorgeholt, das eigene Territorium überwacht und verteidigt gestandene Beziehungen geraten ins Wanken, und schon bald wird das eigene Territorium überwacht und verteidigt. Das fragile soziale Gefüge beginnt zu bröckeln.

Die Idee, vom paradiesischen Leben im „Garten Eden“ haben Judentum, Christentum und der Islam gemeinsam. Aber „das Paradies ist verriegelt“ und „wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist.“ (Heinrich von Kleist)

Eine Komödie, die witzig und geistreich über Interkulturalität und Interreligiosität stolpern lässt.

Regie: Jasmine Hoch
Dramaturgie: Christine Besier
Bühne: Fabio Kunz
Kostüme: Regula Marthaler
Licht: Martin Rüegg

Es spielen: Livia Andermatt, Sebastian M. Febre, Carine Kapinga, Fabian Kostadinov, Miriam Knecht, Majid Movasseghi, Martin Ranieri, Zully Jineth Raschle, Susan Wohlgemuth, Manuel Zuber

Eintritt Kanzlei: Fr. 25.-- Ermässigt: Fr. 15.--
Ticketvorverkauf: 077 441 62 89 oder buero@maximtheater.ch

Beratung. Zürcher Lehrhaus

Kritik srf1

Kritik srf2

 

 


TRIALOGUE über GLÜCK

Wann warst du das letzte Mal glücklich? Wann warst du das erste Mal glücklich?

Glück - ein Mythos oder ein Signal auf dem richtigen Weg zu sein, das Kleine oder das Grosse, tolerant zu sein. Oder das was das Herz berührt, was die schönen Kindheitserinnerungen auslöst? Und dessen Geheimnis nicht im Besitz, sondern im Geben liegt? Glück - eine der ältesten Fragen überhaupt.

Von Januar - September 2015 haben SpielerInnen des MAXIM Theaters Interviews mit Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und mit unterschiedlichsten Erfahrungen interviewt.
Von Juli - Oktober 2015 haben SpielerInnen und TänzerInnen des MAXIM Theaters das „Glück“ in (zurzeit noch) zwei Teilen in einen Trialogue - als Tanz-Theater und als Glücks-Parcours gebracht. Ein Kurzfilm wird demnächst fertig gestellt.

TRIALOGUE 1  PRENDS TON TEMPS

ein performatives Tanztheater zu Heimweh, Heimat und Glück 

Premiere war am 1. Juli 2015 an der Ausstellungsstrasse 100

Weitere Spieldaten:
3./4. Juli  an der Zollstrasse 119 in Zürich
6. und 10. Juli 2015 unter der Kornhausbrücke in Zürich
5. September 2015 an festiv'Arte von Métis Arte im Pol Sud in Lausanne
3. Oktober 2015 am festival 'Pas de Problèmes' im Kulturmartk in Zürich

Herzweh, Herzenswohl, Heimweh, Sehnsucht - beim Tanzen werden viele Gefühle wach, ist das Herz immer dabei und die Heimat im Herz... egal wo wir uns befinden, in der Heimat oder in der Heimat in unserem Herzen... beim Tanzen. Wenn 12 TänzerInnen und SpielerInnen ihre Gefühle rund um ihre Heimat in verschiedene Rhythmen und Sprachen bringen, begegnen sich intuitive Bewegungen und Volkstänze, die Herkunft und das Hiersein. 

Leitung: Carine Kapinga Grab.

Mit: Anne Kathrin Klug, Jacqueline Ndoz, Joan Santa Cuevas, Cynthia Garcia, Maribel Forton Menth, Maryury Saldana Suarez, Natalie Barkovic, Helka Mäki, Sabri Schumacher, Salla Ruppa, Sergio Sanabria, Susan Wohlgemuth, Theodora Cereda, Zully Jineth Raschle

http://metisarte.wix.com/metisarte

 

TRIALOGUE 2  NÄCHSTER HALT: GLÜCK
ein Parcours durch Stationen des Glücks

Premiere war am 19. September.
Ein Parcours durchs Quartier. Start am Bahnhof Letten, Ende im MAXIM THEATER

Weitere Spieldaten: 22./ 25./ 26. September, jeweils 19.15

Ist Glück nur ein kurzer, lichter Augenblick? Oder bedeutet es unendlichen Reichtum? Glück erleben wir als außergewöhnlich, vielfältig – in allen Farben. Weil dazwischen auch das Unglück blitzt und das Grau des Alltags gähnt. Da sehnen wir uns nach dem Stoff, aus dem die Träume sind: Die künstlichen Paradiese locken, flüchtiges Glück. Das reale verspricht mehr Bestand. Aber kann es das Versprechen halten? Und wo ist es?

Die Reise ins Glück beginnt am Bahnhof, führt zum Spielplatz in die scheinbare Unbeschwertheit des Kindseins, vorbei an Objekten zu Glück und Unglück, hinaus aus dem Alltag in die befristete Freiheit der Freizeit und immer spaziert der Hans im Glück mit, ein altes Märchen, neu erzählt.

Leitung: Jonas Meier

Mit: Anupriya Sivapalam, Cristian Masuda, Franceline Küry, Lilli Zhao, Natalia Paxinou, Stefano Agnolin, Udaya R. Tennakon.
Beratung: Martin Hennig

 

 


DIE NASHÖRNER - eine absurde Komödie

Eine WERKSTATT-LABOR Produktion des  MAXIM Theaters

Premiere war am 10. April 2015 im Boulevard Theater 

Stellen Sie sich vor, Ihre Mitbürger und Mitbürgerinnen verwandelten sich nach und nach in eine Horde von Nashörnern. Wie würden Sie reagieren? Würden Sie sich ihnen anschliessen?

Wie es soweit kommen kann und warum Behringer als einziger der „Nashorn Krankheit“ widersteht und schlussendlich alleine Mensch ist, beschäftigte 9 Spieler und Spielerinnen aus dem WERKSTATT-LABOR des MAXIM Theaters.

"Was sagst Du? Ich sage nichts. Ich mache brrrrrrr.... Das macht mir Spass!“

Ein herrlich absurder Aufruf zu Verantwortung und individuellem Denken aus Ionescos „Nashörner“ von 1957.
Regie: Newroz Baz

Es spielten: Sauro Bianchi, Kristina Rettich, Nadja Lavanga, Ana Otero, Suna Basgürboga, Sebastián Marinkovic, Saadet Irmak, Nestor Falls


Foto: Alexander Scheidegger
Foto: Alexander Scheidegger
Foto: Alexander Scheidegger
Foto: Alexander Scheidegger

SPIELT GOTT FUSSBALL?

Premiere war am 2. Dezember 2014 im Kulturmarkt
Weitere Spieldaten: 4./5./6. Dezember 2014 im Kulturmarkt
8./9./10. Dezember 2014 im Kanzlei

Warum müssen Menschen ihre Heimat oder ihren Zufluchtsort verlassen und andere dürfen bleiben?

Sechs Frauen sind auf der Flucht, kurz vor der Ausschaffung oder auf dem Weg in ein besseres Leben. Sie finden sich in einer bedrohlich wirkenden, nicht einschätzbaren Situation wieder. Eingeschlossen und herausgerissen aus ihrem Leben. Fragen nach dem Warum, nach Schuld, Verantwortung und Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben führen sie unweigerlich auf die Suche nach sich selbst.   

Regie und Textfassung: Jasmine Hoch
Foto: Alexander Scheidegger / Heidi Arens

Dramaturgie: Beat Schläpfer
Es spielen: Ana Xandry, Alejandra Cardona, Carine Kapinga Grab, Isabelle von Meyenburg, Milena Petrovic, Miriam Knecht
Technik: Martin Rüegg

Presse:

Artikel Tages-Anzeiger. 5.12.2014

NZZ Kritik: Kampf um Würde. 4.12.2014

Radiobeitrag SRF 2 Kultur. 4.12.2014


ERVOLK

Ein Abend über den Einzelnen, den Anderen – 
und ein Abend über die Gruppe, das Volk

Premiere war am 23. September 2013 im KANZLEI, Kanzleistrasse 56, 8004 Zürich

Weitere Spieldaten: 24./29./30 September und 1. Oktober jeweils um 20 Uhr

ERVOLK ist ein spielerisches Manöver aus der Schweiz heraus auf die Schweiz, inklusive Fragen, Ängste, Frust und Freiheit.

Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ist die Ehe für Sie noch ein Problem? Kennen Sie auch Versöhnungen, die keine Narben hinterlassen auf der einen oder auf der andern oder auf beiden Seiten? Wie viele Kinder von Ihnen sind nicht zur Welt gekommen durch Ihren Willen? Hätten Sie gern einer andern Nation (Kultur) angehört? Wenn ja, welcher?

Max Frisch, der vor 103 Jahren in Zürich auf die Welt kam, ist ein Leben lang ein Fragender gewesen. Ein Suchender. In „Tagebuch 1966-1971“ hat er einige seiner Fragen zusammengefasst. Freundschaft, Ehe, Frauen, Hoffnung, Humor, Geld, Vatersein, Heimat, Eigentum, Tod, Erhaltung des Menschengeschlechts – um diese elf grossen Themen kreisen Frischs Fragebogen. Manche brandaktuell, andere zeitlos, einige vielleicht ganz uninteressant? Jedenfalls guter Stoff für ERVOLK: zum wieder fragen, forschen, streiten und behaupten: Mit Körper, Geist und Seele.

In der Regie von Katharina Cromme und der Choreografie von Sabina Reich haben Spieler und Spielerinnen des MAXIM Theaters die Aufführung ERVOLK erarbeitet.

Es spielen: Annekatrin Becher, Manuel Zuber, Marileide Oliveira, Maryury Saldana Suarez, Romina Bogdanovic


KISSKILL

KISSKILL hatte am 5. November 2013 in der REMISE in Zürich Premiere

Weitere Vorstellungen:
6./7./8./9. November, 3./4./5 Dezember 2013 REMISE, Zürich
17. März, Einladung ans Secondo Festival,TUCHLAUBE, Aarau
2./3. Mai, Einladung der Bodenseekirchentage, OFFENENE KIRCHE, St.Gallen
11.-14. Juni, PERLA MODE, Zürich

In KISSKILL geht das Ensemble unter der Leitung der Regisseurin Jasmine Hoch (Schweizerpass-Superstar) den Fragen nach, die sich um Emanzipation, die Rolle der Frau, aber auch um Macht und Gewalt drehen. Ein aktuelles gesellschafspolitisches Themenfeld, das in seiner Dringlichkeit alle Teile der Gesellschaft in irgendeiner Form betrifft.

Das Theaterstück

In einer Nacht- und Nebelaktion stürmen zwei Frauen einen Radiosender und nehmen die Moderatorin einer Frauen-Sendung als Geisel.
Die Aktion ausgelöst hat der gewaltsame Tod ihrer Freundin Maloba. Die Besetzerinnen rufen alle Zuhörerinnen dazu auf, in den Sender zu kommen, für ihre Rechte einzustehen und gegen die Unterdrückung und Ausbeutung der Frau zu protestieren. Kontroverse Haltungen treffen aufeinander. Ein Miteinander scheint unmöglich, zu unterschiedlich sind die Erwartungen.

Der Abend thematisiert die Sehnsucht nach einem Ausstieg aus der Diskriminierung und den Drang nach Selbstbestimmung, die Verwirrung der Werte und die Ratlosigkeit des Agierens.

Wie bei den MAXIM  Produktionen üblich, entwickelte sich das Stück während der Probe und ist von der Mitarbeit der Spielerinnen und ihren Erfahrungen geprägt. Das bietet Einblick in fremde Welten, die die Rolle der Frau über die jeweilige kulturelle Tradition so ganz anders definieren. Ein aktuelles gesellschafspolitisches Themenfeld, das in seiner Dringlichkeit alle Teile der Gesellschaft betrifft.

Regie: Jasmine Hoch
Dramaturgie: Beat Schläpfer
Es spielen: Ana Xandry, Alejandra Cardona,, Miriam Knecht,Gabriele Mengel, Katia Franco Hofacker, Marileide Oliveira, Milena Petrovic.
Special guest: Carine Kapinga Mpongo

Die Geschichte verläuft kontrovers und drastisch, wird immer wieder durch komische Situationen gebrochen, ist politisch unkorrekt überhöht und vor allem leidenschaftlich und kraftvoll. Sie ist fiktiv, aber weist als Folge des grossen Improvisationsanteils im Probenprozess einen hohen Grad an verdichteter Authentizität auf.

Pressestimmen:

„Sieben Frauen aus drei Kontinenten kämpfen gegen Männergewalt, Werbegewalt, strukturelle Gewalt – und scheuen selbst nicht vor Gewalt zurück. Aber es ist kein gemeinsamer Kampf, jede kämpft auf ihre Weise vor allem gegen die Auswirkungen dieser Gewalt an und in ihr selbst. Mit «KISSKILL– Malobas Schwestern» bringt das erfolgreiche Frauenensemble des interkulturellen MAXIM-Theaters unter Regie von Jasmine Hoch Frauenpower und Frauenleid, Sehnsucht und Aufruhr auf die Bühne.“ (Hannes Lindenmeyer, PS, Kultur, Nov.13)

Küssen und töten: Maximaler Aufruhr am Maxim Theater
…….In der neuen Produktion «KISSKILLl» bringen sechs Spielerinnen auf provokative und unterhaltsame Art Frauenanliegen auf die Bühne. Den brutalen Mord an einer jungen Kongolesin nehmen deren Freundinnen zum Anlass, ein Radiostudio zu stürmen……
Es ist ein kontroverser, aber auch ironisch heiterer Theaterabend. Was den Radiopiratinnen misslingt, gesellschaftlich brisanteThemen anzusprechen und Vorurteile zu hinterfragen, gelingt dem Ensemble auf selbstbewusste, lustige und berührende Art und Weise.“ (Kaa Linder, srf News, 9.Nov.13)

"Wenn die Figuren auf der Bühne ihre Lebensgeschichten, die meist von extremer Gewalt geprägt sind, erzählen, so tun sie dies mit einer derartigen Intensität, dass es einem kalt den Rücken hinunterläuft." (Anne Bagattini, NZZ)

PRESSE:

NZZ Kritik

Radio 1

Kritik PS

Srf2 Kultur

srfRegioNews

Küssenund töten srfPFD

Fotos: Anna Janson


QUE SERA, SERA …
Szenen und Fotografien rund um Rituale

 

Premiere war am 4. Februar ( Saal Kirchgemeindehaus Citykirche "offener St. Jakob")

 

Weitere Vorstellungen waren am 5. Februar,
am 7. Februar im GZ Hirzenbach, am 8. Februar im GZ Loogarten,
am 26. Februar im Thomaskirchensaal „Im Gut“,
am 5. März im GZ Grünau und am 12. März in der Pestalozzibibliothek, Albisriederplatz


Während mehr als einem  Jahr haben sich 26 Frauen und Männer aus 19 verschiedenen Kulturen mit dem Thema Rituale auseinander gesetzt. Mit den künstlerischen Mitteln der Fotografie und der Improvisation entstand so ein abendfüllendes Programm.

Das Theaterstück

Das Theaterstück ist ein bunter Reigen von Mini-Dramen und –Komödien aus dem Beziehungs- und Arbeitsalltag in einer Stadt wie Zürich, wo Menschen aus 160 Nationen leben. Die Liebe, Ehen, Familien und Freundschaften werden in unsern Städten je länger je mehr bi- oder sogar multinational. Die Frage „Woher kommst du?“ bleibt dennoch wichtig - wie werden Elemente aus der Herkunftskultur in das Leben hier integriert? Wie erleben wir den Alltag des multikulturellen Zusammenlebens in unsern Beziehungen?

Im Theater ist die Thematik der Rituale an Erinnerungen und Erleben geknüpft:

Gizem  ist Türkin, aufgewachsen in der Schweiz. Ihr Vater möchte sie mit einem Muslim aus seinem Dorf verheiraten. Sie findet türkische Hochzeiten wunderbar, aber sie weiss nicht, ob sie einen Ali oder Hans heiraten will. Sie pendelt zwischen zwei Kulturen.  Sie will hier leben, und es doch ihren Eltern recht machen.

Carmen und Tiago gaben sich das Ja-Wort in Havanna. Sie lieben sich. Doch Carmen verzweifelt. Wie können sie hier leben und  ihr Kind gross ziehen,  wenn Tiago sich weigert, Deutsch zu lernen?

Heval hat das Grab seiner Frau und ein Haus in seinem kurdischen Heimatdorf.  Als politischer Flüchtling kann er nicht zurück und  wünscht sich aber, dass seine Tochter Aya  zurückgeht.  Doch Aya will hier leben. Was soll sie in diesem Dorf, dessen Sprache sie nicht einmal kann?

Regie: Bettina Schmid

SpielerInnen: Ahmad Kalid, Akin Filiz, Emery Trindade Natalia, Esiyok Mehmet, Falls Nestor, Hakopian Anna, Manenti Massimo, Martinez-Schneider Guillaume, Roesch Patricia, Rüesch Dorothea, Siwiec Justyna, Speck Manuel, Taquari Balestra Vanessa

Die Bilder, die Fotografien

Die Bilder werden in einer kleinen Ausstellung gezeigt und sind zudem Teil des Theaterstückes. Die Fotografie der tatsächlichen Ereignisse holt das "Aussen" d.h. die Realität mit auf die Bühne. Sie visualisiert das Erzählte atmosphärisch oder situiert Szenen, die das Erleben rund um die Rituale erzählen. 

In der Fotogruppe lernten die Teilnehmenden das „Alphabet“ der fotografischen Bildsprache kennen und anwenden. Die Fotografie gibt ihnen die Möglichkeit einen bestimmten Moment dem Blick der BetrachterInnen für unbestimmte Zeit zugänglich oder ein Detail, das üblicherweise dem Auge entgeht, sichtbar zu machen. Reflexionen in der Gruppe betraf sowohl die künstlerische Umsetzung, wie auch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ritualen.

Leitung Fotografie: Silvia Voser

Teilnehmerinnen der Gruppe: Mercia Alder, Songül Erkmen, Emanuella Cohen Shacham, Gorica Dasic, Lani Gelbert, Ina Ludwig, Anaia Sanchez, Anastasia Schuler, Tatsiana Ushalava, Yang Wang


PARZIVAL von Tankred Dorst

 

"........Dass Dorsts 25-jährige Fassung dabei weder verstaubt noch abgehoben daherkommt, liegt an der leichthändigen Regie von Katharina Cromme: Ihre Postdramatik ist buchstäblich federleicht. Da wirbeln die Daunen, wenn der kleine Parzival im Nebenbei ein Vögelchen erdrückt oder grosse Steine nach der bösen Welt schleudert. Da bröselt das Mehl, wenn er erst seiner Mutter das Herz bricht und später edlen Frauen........" (Tages Anzeiger, Alexandra Kedves)

PARZIVAL hatte am 4.Juli Premiere und wurde achtmal in der REMISE aufgeführt.

Regie: Katharina Cromme

Es spielte das Ensemble ll

Parzival hat eine Sehnsucht. Er möchte zur Gesellschaft gehören und verlässt so den winzigen Ausschnitt Welt, den er kennt. Verlässt seine Mutter, den Wald: seine Heimat.

Aufgewachsen fernab der Zivilisation sind ihm viele scheinbar selbstverständliche Dinge absolut neu. Auf seiner Reise erlebt er ständig Situationen zum allerersten Mal und wird so immer wieder enttäuscht.

Auch die Spieler/innenn sind Reisende. Aus verschiedenen Gründen haben die meisten von ihnen ihre Heimatländer verlassen. Was alle vereint ist die Suche - die Sehnsucht nach etwas, für das es viele Namen gibt. Im PARZIVAL heisst es "Gral", andere nennen es "Weltengeheimnis". Weniger rätselhaft gesprochen: das, wofür es sich lohnt zu leben.

Durch Parzivals Augen schauend, fällt ein anderes Licht auf die Welt. Scheinbar Klares kann so neu befragt werden. Gut und böse - was ist das? Welche Rolle spielt der Einzelne im Grossen Ganzen, und welche Bedeutung haben gesellschaftliche Regeln und Moralvorstellungen in dieser immer gegensätzlicher werdenden, globalisierten Welt?

Diese Gesellschaft, bestehend aus vielen seltsamen Einzelpersonen, beäugt ihn mit Verwunderung, Abstossung und Interesse zugleich. Denn insgeheim wartet sie schon lange auf einen, der ihre Welt verändert, der sie von ihren Leiden befreit.

Die verwundete Welt hofft auf einen Erlöser. Und wer könnte dazu besser geeignet sein als ein Sonderling, ein Fremder, ein Wissender?

Die Szenen in PARZIVAL sind traurig, komisch, realistisch und zugleich phantastisch. Denn die Kraft, die diese Menschen auf den Weg schickt, ist die der Phantasie.

Regie: Katharina Cromme
Es spielen:Anja Meili, Annekatrin Becher, Dagmar Janssen, Manuel Zuber, Mehmet Sevim, Nadja Lavanga, Nestor Falls, Newroz Baz, Sauro Bianchi, Tufan Filiztek, Yvonne Hagen

Tages-Anzeiger Kritik

NZZ - Kritik

 

Fotos:Piero Weber


SCHWEIZERPASS SUPERSTAR

 

LUSTVOLL FRECH UND NICHT IMMER POLITISCH KORREKT

SCHWEIZERPASS-SUPERSTAR hatte im September 2012 Premiere und wurde anschliessend bis Juni 2013 16 Mal in Zürich, Bern, St, Gallen und Affoltern am Albis aufgeführt.

Regie: Jasmine Hoch

Es spielte das Ensemble Frauen

Der Schweizer Privatsender "Swiss Dreams" sucht die Super Immigrantin der Schweiz. Neun Frauen stellen sich dieser Herausforderung und kämpfen um den Titel, der - so hoffen sie - ihr Leben verändern wird. Die Moderatorin Sonja Gut möchte mit ihrer Show Verständndis schaffen für die schwierige Situation der Immigrantinnen in der Schweiz.

Sonja Gut:" Sind wir aufgeschlossen, offen und tolerant? In einer Show, mit musikalischen Einlagen aus den verschiedensten Teilen der Welt, erfahren sie mehr über die Wünsche und Sehnsüchte der Migrantinnen in einer ihnen fremden Welt".

Der Abend versucht dahinterzukommen, wohin die Suche nach Anerkennung und Erfolg führen kann und welche widersprüchlichen Kräfte dabei frei werden. Eine bloss vordergründig heitere Show mit einer pikanten  Pointe.

Regie: Jasmine Hoch
Dramaturgie: Beat Schläpfer
Bühne und Kostüme: Claudia Flütsch/Dido Schumacher
Spielerinnen: Alejandra Cardona, Apiyo Amolo, Carine Kapinga Mpongo, Gabriele Mengel, Katia Hofacker, Magali Kriebel, Marijana Lalovic,  Marileide Oliveira, Milena Petrovic, Salla Ruppa, Susan Wohlgemuth
Spieler: Martin Hennig
Musikalische Einrichtung: Gabriele Mengel

http://www.youtube.com/watch?v=Fr6K1rXrfx0

Presse Tages Anzeiger

Presse NZZ

Mit freundlicher Unterstützung von:

Stadt Zürich/Kultur, Ernst Göhner Stiftung, Spendenstiftung Bank Vontobel, Kanzlei, Migros Aare, Migros Ostschweiz, St. Gallen/Kultur

 

Fotos:
Heidi Arens (1,3,4): Anna Janson (2); Dido Schumacher (5,6,7)


JAKOBSWEG

EIN THEATRALISCHES ROAD MOVIE

Eine Produktion des offenen st.jakob, Kirche am Stauffacher in Koproduktion mit dem MAXIM Theater

Premiere war am 2.Oktober 2012 im offenen St. Jakob, der Kirche am Stauffacher, 8004 Zürich

Weitere Vorstellungen fanden am 3./5./6. Oktober statt

JAKOBSWEG erzählt von Menschen, von denen man glaubt, dass man sie kennt.
Sechs Frauen und fünf Männer im Alter von 20 bis 60 Jahren begeben sich auf
den Jakobsweg. Ihre Herkunft und ihre Motivation zu pilgern, sind unterschiedlich. Jean-Jacques etwa hat seiner Braut via SMS die Hochzeit abgesagt und musste nichts wie weg. Tina sorgt sich um ihren Bruder mit Hirntumor und betet für ihn. Charlotte hat genug von Job, Freund und Familie und saust nach einem Burnout los.

Auf der Reise begegnen sie einander und sich selbst. Sie erleiden Schicksalsschläge. Sie verlieben und entlieben sich, trauern und lachen miteinander. Fast wie im Leben. Aber was ist anders auf dem Jakobsweg als im Alltag, aus dem die Reisenden sich auf den Fussmarsch begeben? Unter Fremden entsteht eine ebenso überraschende wie ungewohnte Nähe. Sie öffnen sich gegenüber einander, wie sie es sonst nie tun würden. Noch bevor sie ihr Ziel erreichen, erleben sie ein Wunder. Aber gibt es Wunder?

Geschichten nehmen, darin bilden sie oft das Leben nach, unvorhergesehene Wege. Die Pilgerinnen und Pilger werden als andere zurückkehren, als die sie losgezogen sind.

Das Ensemble, bestehend aus Spielenden aus fünf  Nationen, hat mit Regisseurin Nina Hesse Bernhard Spielfiguren und Szenen als Vorlage entwickelt, aus der Dramaturg Martin Hennig eine Theaterfassung geschrieben hat. Musikalisch begleitet wird die Theatergruppe vom St. Jakob- Quartett.

REGIE Nina Hesse Bernhard
BÜHNENFASSUNG, DRAMATURG Martin Hennig
MUSIKALISCHE LEITUNG Sascha Rüegg
BÜHNE Eliane Bertschi
KOSTÜME Esther de la Fuente

SPIELERINNEN  Antonio Amati, Üle Bernhard, Christoph Betulius, Louise Kaben, Clemens Löpfe, Angela Luder, Araz Nasser, Monika Rominger, Dorothea Rüesch, Maryury Saldana, Rahel Valdiviéso

ST JAKOB QUARTETT Jutta Lang, Lucia Wehrle, Thomas Hiltbrunner, Peter Bühler


DAS KAFFEEHAUS

NACH CARLO GOLDONI

KAFFEEHAUS hatte am 12.April 2012 Premiere und wurde im Restaurant der Bäckeranalage, im Sphères und am Bogefestival aufgeführt.

15 SPIELERINNEN AUS ALLER WELT SPIELEN MIT NEUN MASKEN VERSCHIEDENSTE CHARAKTEREN

EINE LEBENDIGE UND KOMISCHE AUFFÜHRUNG MIT EINEM MODERNEN BLICK AUF COMMEDIA DELL'ARTE.

Thema ist die Bedeutung der Gemeinschaft und die Konsequenzen unserer Entscheidungen

ES SPIELTEN: Adrijana Rragamaj, Ana Otero, Anna Devigili, Araz Salam Nassir, Georg Mattli, Ina Ludwig, Joelle Rahme, Juliet Francis, Keith Gunura, Marco Devigili, Olivia Ladsous, Sauro Bianchi, Victor Theurer, Swati Jangle, Yvonne Hagen

REGIE: Melissa Dupalo

ASSISTENZ: Chris Wattig, Marianne Skliamis


KREIS FEAR

LEITUNG: JASMINE HOCH

ES SPIELTE DAS ENSEMBLE FRAUEN

Premiere war am 4. Juli 2011. Das Stück wurde insgesamt dreizehn Mal in Zürich, Winterthur und Affoltern a.A. aufgeführt.

INHALT:
Eine Zürcher Bankerin und Investorin kommt in den Kreis 4 und muss sich wider Willen mit den kulturell unterschiedlichsten Menschen auseinandersetzen. Im Kreis 4 gelten andere Gesetze. Statt der gewohnten distanzierten Höflichkeit erlebt sie, wie die Menschen hier auf Tuchfühlung miteinander gehen. Nach einer Kaugummiattacke landet sie in einem Friseursalon, der Treffpunkt für die unterschiedlichsten Charaktere aus dem Kreis 4 ist. Menschen auf der Suche nach Anerkennung, nach Liebe oder Geld, die dafür bereit sind, ihre Identität zu verraten. Ihr Weg kreuzt sich mit einer Afrikanerin, die es verinnerlicht hat, dem Bild einer perfekten Schweizerin zu entsprechen. Auf der Suche nach Mitgliedern für einen Chor, der Schweizer Volkslieder singen wird, fehlt ihr das Bewusstsein, dass sie in ihrem Verhalten Fremden gegenüber rassistischer ist, als mancher Schweizer. Vorurteile prallen aufeinander, Sprachbarrieren führen zu Missverständnissen, schliesslich sieht die Bankerin ihre bisherigen Wertvorstellungen auf den Kopf gestellt und unter afrikanischer Leitung erklingt „Lueget vo Berg und vo Tal“.

Das Frauen Ensemble des MAXIM Theater beschäftigt sich in seiner 5. Produktion mit dem Ruf des Kreis 4 in der Zürcher Bevölkerung. Dafür haben die Spielerinnen auf dem Paradeplatz, aber auch unter ihren Bekannten Interviews geführt. Welche Rolle spielt der Kreis 4 in ihrem Leben? Wie erleben BesucherInnen den Kreis 4, warum fühlen sich einige davon magisch angezogen und welche Vorurteile und Klischees führen dazu, dass manche den Kreis bewusst meiden?

Daraus hat Regisseurin Jasmine Hoch einen Theaterabend entwickelt, der pointiert und humorvoll diese Vorurteile und Klischees benutzt, um die tragischen und komischen Geschichten von acht Figuren zu erzählen, deren Wege sich im Kreis 4 während 24 Stunden immer wieder kreuzen. Eingebunden in den Theaterabend sind authentische Interviews mit den Spielerinnen, die darüber erzählen, warum sie ausgerechnet in die Schweiz gekommen sind, mit welchen Vorurteilen sie auf Grund ihrer Nationalität zu kämpfen haben und ob und wie es ihnen gelungen ist, sich zu integrieren.

ES SPIELEN: Frauen zwischen 25 und 60 Jahren, Schauspielerinnen und Laien unterschiedlichster Nationalitäten: 

Alejandra Cordona l Elaine Derungs l Katia Hofacker l Marijana Lalovic l Milena Petrovic l Salla Ruppa l Sandra De los Santos l Edita Skalic l Susan Wohlgemuth


 

 

...UND ES KAMEN MENSCHEN...

LEITUNG: TIM MEYERS

Premiere war am 31.Oktober 2011 um 20 Uhr Restaurant Zeughaushof, weitere Vorstellungen am 2. und 4. November

Ein Rückblick mit Momentaufnahmen aus den 60er Jahren. Lokale Geschichten aus dem Kreis 4, die vom Ankommen, vom wieder Gehen oder Bleiben erzählen, vom Ausgegrenzt Werden und vom Dazugehören. Und davon, was dies für jeden Einzelnen bedeutet. Ein Stück, das eine Erinnerung ist an vergangene Zeiten und eine Verbindung macht zur Gegenwart.

SpielerInnen: Christoph Aerni, Javier Amati, Gabriela Frei-Koch, Nils Huber, Ivana Kvesic, Cora Lutz, Angela Luder, Claudia Mastroianni, Fredy Meier, Araz Salam Nassir, Gizem Sezer, Premanath Sivapalam, Mariana Skliamis


NAGA MANDALA

LEITUNG: P.VIJAYASHANTHAN

ES SPIELTE: DAS ENSEMBLE PAINTED BYRD

Premiere war am 20.Juli 2011. weitere Vorstellungen: 21. - 30.Juli

Eine Adaption des Indischen Theaterstücks von Girish Karnad in deutscher Sprache.

“Die Kraft des Volkstheaters besteht darin, dass  es – wenngleich es scheinbar traditionelle Werte  aufrechterhält - auch die Möglichkeit hat, diese Werte zu hinterfragen, sie buchstäblich auf den Kopf zu stellen. Aus dem  Zusammentreffen verschiedenster  Ausdrucksformen – dem  Chor, der Musik, vermeintlich voneinander unabhängiger komischer Intermezzi, der Mischung von menschlicher und nichtmenschlicher Welt - entsteht eine Theateraufführung, die sowohl unterschiedliche Betrachtungsweisen, als auch eine alternative Auslegung des zentralen Problems zulässt. Sie ermöglichen, um Bertold Brecht zu zitieren, das “dialektische Theater“. Girish Karnad

Die junge Frau Rani wird von ihrem Ehemann betrogen und von der Aussenwelt abgeschnitten und eingesperrt. Eine Schlange in Gestalt ihres Ehemanns kommt sie regelmässig besuchen und zeugt mit ihr ein Kind. Eine Parabel, die die Stellung der Frau in der indischen Gesellschaft reflektiert. Sie erzählt über die Sehnsucht der Frau geliebt und geachtet zu werden und darüber Träume Wirklichkeit werden zu lassen.

Das traditionelle Indische Stück NAGA MANDALA wird mit Nicht-Indischen Darstellerinnen und Darstellern des MAXIM Theaters als Erstaufführung in deutscher Sprache aufgeführt. Die Adaption des Stückes und der Spielweise, das dadurch nicht der Indischen Tradition zugewiesen werden kann, verschafft dem Publikum einen Zugang zu der Geschichte und ermöglicht dennoch einen Blick in Traditionen und Werte der hier lebenden Tamilischen und Indischen Diaspora.

MUSIK: Musikalisch wird das Stück ganz in der indischen Tradition von den beiden Musikern A. Shanmugathas (Tabla) und S.Sivarupan (Violin)  begleitet.

SPIELERINNEN: Sauro Bianchi, Daniella Franaszek, Jasmin Jbilou, Fatma Karakus, Alexandra Kraft, Ana Otero, Joelle Rahmé, Monika Rominger, Doris Seibold, Tokhir Saydullaev

DAS PROJEKT WURDE UNTERSTÜTZT VON:

südkulturFonds, MIGROS Kulturprozent


IDOLE  -  die Suche nach dem Besonderen

LEITUNG: JASMINE HOCH

ES SPIELT: DAS ENSEMBLE FRAUEN

Premiere war  im Juli 2010. 15 weitere Vorstellungen fanden an unterschiedlichen Orten im Kreis 4 und 5 bis Sommer 2011, das letzte Mal in Affoltern a/Albis statt.

IDOLE ist eine szenisch, musikalische Persiflage auf die Nacheiferung von Stars. Sieben Frauen setzten sich mit sich und ihren Rollenbildern auseinander und fragen: Warum lassen wir uns beeinflussen, obwohl wir wissen, dass eine Maschinerie der Bewusstseinsindustrie uns manipuliert und ausnutzt? 

Träume, Hoffnungen und Ängste verbinden sich musikalisch und szenisch zu einer verzweifelten  aber auch ironischen Suche nach dem Besonderen.
Wer bin ich? Private Geschichten der Spielerinnen verbinden sich mit den Biographien von Stars. Rollen werden kopiert und gelebt, um nicht in der scheinbaren  - suggerierten - Beliebigkeit des Alltags zu versinken.

Sich selber verraten, erniedrigen, zur Schau stellen, um für Momente des Lebens vorzukommen, besonders zu sein. Warum tun wir das?Was verbinden wir mit  Paris Hilton, Madonna, Marilyn Monroe oder Frieda Kahlo?

Wir haben die einschlägige Lektüre verschlungen und uns gefragt, was und warum interessieren uns die Geschichten der Stars

SPIELERINNEN:Anamaria Steg. Beser Basguerboga, Edita Scalic, Jusiyna Siewic, Karin Knoll, Laura Baumann,  Susan Wohlgemuth, Salla Rupa.


IDENTITY - EINE COLLAGE

EINE KOLLEKTIVE ARBEIT VON "THE PAINTED BYRD GROUP" 

Identities wurde im Juni 2010 MAXIM Theater und in Aarau aufgeführt

Angekommen in einem anderen Land, einer anderen Kultur sind die meisten von in ihrem Alltag stets mit der Frage nach der eigenen Identität konfrontiert. Doch an was messen wir unsere Identität? Wie definieren wir sie? Die Gruppe setzte sich mit ihren eigenen Geschichten, Gedanken, Konzepten zu Identität auseinander, hinterfragen sie.

Dabei entstanden 10 individuelle Texte, die als Collage vereint wurden. Identities ist eine kollektive Arbeit aller Beteiligten. Die verschiedenen Persönlichkeiten spiegeln sich in der Performance. Sie spiegelt die Zusammenarbeit der Gruppe und fragt zurück: Wer bist Du?

VON UND MIT: Sauro Bianchi l Carol Zoe Bührer l Daniella Franaszek (Lead) l Swati Jangle l Amowie Oreoghene l Joelle Rahme l Pakkiyanathan Vijayashanthan (Lead)


WAITING

fand in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 2010 statt in dem zum Warteraum umfunktionierten Restaurant Zeughaushof im Kreis 4, wo die 13 Spielenden aus 11 Nationen für eine Nacht wohnten, lebten, assen, schliefen, spielten, sangen, erzählten und das Publikum einluden diese Zeit mit ihnen zu verbringen.

In WATITING bestimmt Warten das Leben der MigrantInnen: Warten auf eine Aufenthaltserlaubnis, auf einen Ausweis, auf Arbeit, auf einen Kontakt zu Menschen von hier. Warten bildet daher eine Brücke zu den biographischen Geschichten der MigrantInnen und zu ihrer Erlebniswelt. Unsere Spielaufgabe lag darin, dass diese sich mit dem zur Passivität tendierenden Zustand des Wartens auseinandersetzten, ihn mit ihren Lebensgeschichten verbanden und aktiv Optionen des Handelns aus dieser Konfrontation entwickelten. Warten war also unsere einfache theatrale Grundsituation.

Kollektive Kreation von

Javier Amati l Carol Zoe Bührer l Sauro Bianchi l Tufan Filiztek l Daniella Franaszek l Swati Jangle l Fatma Karakus l Amowie Oreoghene l Joelle Rahme l Durgac Mehmet Resat l Matteo Innocenti l Umut Dogan l P. Vijayashantan l Walter Pfaff (Leitung)

Das Projekt wurde unterstützt von

Der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zürich, Legat Roth und der Stiftung AVINA


KASSANDRA

ein Versuch einer Annäherung an die Erzählung von Christa Wolf

Die Premiere war am 30. Oktober 2009. Weitere 10 Vorstellungen im Nov. 2009

Im Tagebuchteil der „Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra“ sagt Christa Wolf: „ Wenn keiner, der mit Waffen zu tun hat, mehr den Finger rührte? Dann würden sie alle arbeitslos. Na und? Denkt man. Besser arbeitslos als tot. Aber so denken die nicht, denn sie fürchten mehr den sicheren gesellschaftlichen Tod als den unsicheren physischen. Dies nenne ich: falsche Alternativen. Ihre Zahl nimmt zu.“

Sechs Frauen aus 6 Ländern haben sich über Improvisationen der Figur Kassandra aus Christa Wolfs Erzählung angenähert und nach den Ursachen gesucht, die dazu führen, dass damals wie heute Kriege entstehen. Wohin führen Unzufriedenheit, Zurücksetzungen und verletzte Eitelkeiten im Kleinen? Das entwickelte Theaterstück schlägt den Bogen zu heute und erzählt in dramatischen, aber auch ironisch gebrochenen, komischen Szenen über Abhängigkeiten und der daraus resultierenden Loyalität, über das Begehren nach einflussreichen Positionen, über Täuschung und Schuldgefühle und über den Mechanismus der Verdrängung, dann, wenn jede einzelne Frau hinschauen müsste und etwas riskieren, um den Ausbruch von Gewalt zu verhindern. Kassandra hat keine Chance Gehör zu finden. Gibt es noch einen Unterschied im Handeln zwischen Frauen und Männern, wenn es darum geht, Haltung zu beziehen, und den eigenen Untergang zu verhindern?

Regie  Jasmine Hoch l Raum und Kostüme  Claudia Flütsch                   
Vocal Coach 
Saadet Türköz l Dramaturgische Beratung  Christine Besier  Maske Anja Lareida l Technik Phil Burnand

Spielerinnen  Besér Basguerboga l Salla Ruppa l Justyna Siwiec l Edita Skalic l Ana Maria Steg l Susan Wohlgemuth

Das Projekt wurde unterstützt von

Stadt Zürich, Kultur; Migros Kulturprozent; Stiftung Dr. Valentin Malamoud

 

 


DER STURM / THE TEMPEST

von William Shakespeare

Premiere war am 26. Juni 2009 um 20.30. Es folgten 10 Aufführungen vom 27.Juni bis zum 18.Juli 2009 

Der durch eine mörderische Intrige gegen seinen Bruder Prospero mit Gewalt an die Macht gekommene Herzog von Mailand gerät nach einem Schiffbruch mit seinem Hofstaat auf eine kleine unbekannte Insel. Neuer Herr dieser Insel ist ausgerechnet der einst von ihm gestürzte Bruder Prospero. Dieser hat sich mit Hilfe seiner überlegenen magischen Techniken Kaliban, den alten Herrscher der Insel, unterworfen und zum Sklaven gemacht. Prosperos Rache am Bruder ist nahe. Aber ausgerechnet in diesem Augenblick revoltiert der Sklave Kaliban, und auf der Insel beginnt ein Krieg von allen gegen alle um Macht und um Freiheit.

Das Ensemble des MAXIM Theaters zeigte dieses Alterswerk von Shakespeare in Deutsch und Englisch mit SpielerInnen aus Afrika, Südasien, dem Nahen Osten, Europa und Südamerika. Nach zwei Voraufführungen fand die Premiere von The Tempest/Der Sturm am 26. Juni 2009 im MAXIM Theater statt.

Regie Walter Pfaff l Bühne Manu Hophan l Kostüme Francisca Huesser
Musik
Magda Vogel

Das Experiment mit einem klassischen Theatertext Shakespeares und einer vielsprachigen, interkulturellen Besetzung der Figuren ist mehr als geglückt; für alle SpielerInnen ist das Gefühl, mit einem klassischen Text der Gastkultur Erfolg gehabt zu haben, die Belohnung für eine lange und sehr harte Probenzeit.

Das Projekt wurde unterstützt von:

Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich, Legat Hansjörg Roth

G+B Schwyzer-Stiftung l PARROTIA-Stiftung

Plakat-Maxim

 


MEGGIY GEHT ZURÜCK IN DEN KONGO     

Ein dokumentarischer Abend mit Meggiy Pombolo und Beren Tuna zu Gast im MAXIM Theater

28.4.2009 und 30.4.2009 –MAXIM Theater BAR

Meggiy - unterstützt von einer Schauspielerin – erzählt aus ihrem Leben: ihrer Herkunft, ihren Träumen, der Realität in der Schweiz und ihrem Alltag jetzt, wo sie alles für ihre Rückkehr plant.

Meggiy war Jura-Studentin in Kinshasa, musste vor elf Jahren nach einer Demonstration das Land verlassen und stellte in der Schweiz ein Gesuch um Asyl. Nach einem negativen Bescheid und zahlreichen gescheiterten Versuchen diesen rechtlich anzufechten, hat Meggiy entschieden in die Demokratische Republik Kongo zurück zu kehren. In Handschellen zurück geschafft zu werden, das verdient sie nicht, sagt sie. Sie will die seit elf Jahren dauernde Zermürbung beenden und plant nun ihre „freiwillige“ Rückkehr. Für die Behörden ist Meggiy das Beispiel einer gelungenen Asylpolitik.

Text/ Regie: Mirjam Neidhart


hin&zurück - tamo&ovamo

Eine Filmdokumentation des Jugendprojektes Zürich - Sarajevo

von und mit Jugendlichen aus Zürich Kreis 4 und Sarajevo

Die Filmpremiere war am 13. Juni um 15.30 im Kino XENIX

DVD des Jugend Austauschprojekt Zürich Sarajevo jetzt erhältlich!

hin&zurück - tamo&ovamo 2009,CH,40' im Verkauf für Fr.22.00 inkl Porto

Arno,Betim,Dave,Denis,Fitim,Francois,Iwan,Janja,Jannik,Julia,Kim,Laiya,Lina,Lirim, Lucca,Mentor,Nini,Sabri,Sara,Schilan,Soraya,Venhar - ZÜRICH

Aida,Amela,Ahmed,AminaH,AminaK,Amila,Armin,Dado,Dzana,Edia,Jasmina,Korda,  Lejla H,  Lejla K,Lejla T,Merima, Meris,Nadžiba,Nadžida,Nermina K, Nermina M, Sanjin - SARAJEVO

Eine Produktion des MAXlM Theater in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff  Kreis 4 in Zürich              

Partnerorganisationen in Sarajevo:                                            

Medunarodni Centar, SOS Herman Greiner Centar, Wings of Hope

Mit der Unterstützung von

Stiftung Mercator Schweiz, Hauptsponsor Austausch Zürich-Sarajevo, Pfingstblütenstiftung,  Bundeskredit für Integrationsfragen, The Ramsay Foundation, Fachstelle für Rassimusbekämpfung FRB, SAJV Ostprojekte, Georg und Josy Guggenheim Stiftung, René und Susanne Braginsky Stiftung, Stiftung Gertrude Kurz

Kino XENIX l Helvetiaplatz l 8004 Zürich

 


THIRD EYE ll – Zürich-Sarajevo

Ein Filmprojekt für Jugendliche


Jugendliche mit Migrationshintergrund und Einheimische gehen mit Hilfe einer Filmkamera den Fragen nach, wie junge Menschen im Kreis 4 in ihrer kulturellen Verschiedenheit zusammen leben und wie sie in ihrer Stadt mit Jugendlichen aus anderen Quartieren leben. Sie fragen nach Verhaltensmustern gegenüber dem Andern, dem Fremden, wie Äusserlichkeiten und Sprache, und wie die daraus entstandenen Vorurteile abgebaut werden können. Die Jugendlichen werden mit dem Medium Film vertraut gemacht, das ihnen ermöglicht ihre Ideen selbstständig auszudrücken. Damit werden sie sowohl in künstlerischer und technischer, als auch in ihrer kommunikativen und politischen Kompetenz gefördert.

THIRD EYE ll wurde als internationales Austauschprojekt von April 2008 – Januar 2009 in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff Kreis 4, Zürich und mit den Jugendorganisationen Medunarodni Centar Zadjecu, SOS Drustveni Centar und Wings of Hope, Centar za Psiho-socijalnu Podtrsku, Sarajevo, Bosnien durchgeführt.

Die ersten kurzen Filme, die entstanden, wurden als Filmbriefe den Jugendlichen nach Sarajevo gesandt, die ihrerseits ebenfalls kleine Filme drehten, die sie nach Zürich schickten. In der persönlichen Begegnung zwischen den Jugendlichen im Oktober 2008 in Sarajevo und im Januar 2009 in Zürich entstand ein Dialog über kulturelle, religiöse und ethnische Grenzen hinweg und bleibende Freundschaften bestätigen die Nachhaltigkeit. Durch den Austausch mit Gleichaltrigen aus einer anderen Stadt haben die Jugendlichen gelernt sich mit anderen Lebenswelten und mit sich selber vertiefter auseinanderzusetzen.

In THIRD EYE ll versuchen die Jugendlichen Antwort auf die Frage zu finden, wie die Kommunikation und die Verständnis zwischen zugewanderten und einheimischen Jugendlichen verbessert werden kann. Und es wird aufgezeigt, dass der Abbau gegen Vorurteile möglich wird, indem der direkte interkulturelle Dialog gelebt wird - als Voraussetzung für die Verbesserung der Verständigung zwischen Jugendlichen unterschiedlichster Herkunft.

Das Projekt wurde von zahlreichen Stiftungen und öffentlichen Stellen unterstützt (siehe Partner)

 


hier und dort

Sechs Menschen unterschiedlichster Nationalitäten begeben sich auf eine Bergtour. Sie tun dies zwar gemeinsam am gleichen Seil, jeder aber auf seiner ganz persönlichen Suche nach Heimat und Identität. Ausgerüstet mit dem Nötigsten geraten sie in ein Gewitter und werden gezwungen, Schutz in einer engen Berghütte zu suchen. Hier an diesem unwirklichen Ort brechen plötzlich verborgene Geschichten aus ihnen heraus…

Der Berg als Schweizer Heimatsymbol vereint an seinem Fusse eine interkulturelle Gruppe. Es geht aber nicht nur um ein Abbild der kulturellen Vielfalt  in der Schweiz, sondern im Besonderen um die ganz persönlichen Konflikte jeder einzelnen Figur. Warum sind sie hier? Wovor sind sie auf der Flucht? Was versprechen sie sich hier oben zu finden? Was bedeutet Heimweh?

Das Stück entwickelte sich aus dem Arbeitsprozess. Die Spielerinnen und Spieler setzten sich in dieser Phase intensiv mit ihren persönlichen Fragen nach Heimat und Identität auseinander. Durch Erzählungen greifen sie Erinnerungen und Konflikte auf im Zusammenhang mit Themen wie Familie, Kindheit, Ausländern, Zukunftsvorstellungen, Krieg und Traditionen.

Es spielen: Angela Luder l Beverly Achermann l Nils Huber l Susanne Kasack l und Justyna Siewiec l Regie Daniel Koller

Premiere war am 24. November 2009 im MAXIM Theater


Singles

Eine ernsthafte, aber auch komische Auseinandersetzung mit dem Singledasein von Frauen im "besten" Alter.

Über Improvisationen haben sich Frauen aus verschiedenen Kulturen spielerisch dem Thema Singles angenähert, aus eigenen Erfahrungen geschöpft und so ist eine Aufführung entstanden, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Einsamkeit und den Nöten, aber auch den Freiräumen des Lebens als Single auseinandersetzt. "Ein Single ist immer auf der Suche" hält eine Darstellerin fest und wir erkennen uns wieder auf der Suche nach dem Idealpartner, sei es im Internet, am Arbeitsplatz, in der Disco oder durch eine Agentur. Und was wäre, wenn es ein Land gäbe, in dem Ehe, Mutterschaft und Liebesaffairen im Teilzeitmodell geführt werden, so dass noch Zeit für ein Leben als ewige Single bleibt?

Es spielen Besér Basguerboga l Laura Baumann l Karin Knoll l Ebru Koyun lJustyna Siwiec l Regie Jasmine Hoch

Premiere war am 12. September 2008
 


Tausendundeine Nacht in Deinen Armen

„Tausendundeine Nacht in Deinen Armen“ ein Abend in der Tradition der Poesieabende des Orients. Nesrin Buzdugu und Umut Dogan singen und erzählen von der Liebe, der Freiheit und dem Schmerz.

Die Lieder in Türkischer Sprache werden begleitet von der Saass, die Umut Dogan spielt.

Die Gedichte stammen zum Teil aus alter Überlieferung, zum Teil aus modernen deutsch-türkischen Internetforen. Sie werden auf Türkisch und Deutsch gesprochen. So bilden das Alte und das Neue Symbiosen, zeigen aber auch Gegensätze der Sprache und der Emotionen.

Nesrin Buzdugu und Umut Dogan. Leitung: Sandra Knecht.

Premiere war am 3. Juli 2008

 

 


Me, There, Then

In Me, There, Then geht es um die Erfahrung von Krieg und Gewalt, welche die SpielerInnen im Herzen verschlossen mit sich tragen. Dazu wurde mit biographischen Ethno-Dramen gearbeitet, die im Laufe der Arbeit zum Thema „Gewalt, Angst und Verlust“ entstanden sind. Es sind Bruchstücke von Erzählungen aus der Kindheit und aus der persönlichen Auseinandersetzung mit Gewalt. Me, There, Then verbindet diese szenischen Bruchstücke in Form einer Collage. In der Collage bewahrt das einzelne biographische Stück seine Authentizität, aber aus der Beziehung der unterschiedlichen Stücke entsteht ein Blick in Innenwelten, welche von Kriegen geprägt sind, in denen wir alle in der einen und anderen Art Flüchtlinge sind.

Es spielten Dragana Caprez, Elaine Derungs, Joelle Rahme, Stephanie Schneider, Betim Shala und Vijayan. Regie Walter Pfaff

Premiere war am 31. Mai 2008

 


Gespräche in der Bar /8 Zimmer Life 

 
Gespräche in der Bar:

Vom Sonntag 28. Oktober bis Freitag 2. November 2007 begegneten sich in der Rothausbar jeweils zwischen 21.30 Uhr und 22.30 Uhr Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und unterschiedlicher Kulturen. In nächtlichen Gesprächen berühren sie alltägliche Themen, die - durch das Zuwort „AusländerIn“ - einen anderen Stellenwert erhalten. Der Barraum bildet die Bühne, das Publikum sitzt mitten drin. Die Gespräche der SpielerInnen verschmelzen mit denen des Barpublikums. Nur für kurze Zeit werden ihre Stimmen akustisch in den Barraum verstärkt.

Die SpielerInnen sprechen über ihre Wünsche, über die Gegenwart und ihre Zukunft, über das Ankommen, über das Sterben, über Familien und Freunde und immer wieder über das Geld und die Arbeit. Sie sprechen über die Liebe und das andere Geschlecht, über Vertrauen und Betrug und über die Abhängigkeiten, die durch ihr Fremdsein entstehen. Sie sprechen über die ferne Heimat, aber auch über die Sehnsucht hier ein neues Zuhause zu finden. 

Acht Zimmer Life

Am Samstag 3. Oktober 2007 von 21 bis 23 Uhr begegnet das Publikum denselben Menschen von ganz nahe. In der Enge von acht Zimmern im Hotel Rothaus ereignen sich Begegnungen von Menschen im Transit  zwischen dem was war und dem was sein wird. Reisende mit oder ohne Gepäck, mit oder ohne Stimme, mit oder ohne Glaube/Liebe/Hoffnung. Die Zuschauer treten nach und nach in die einzelnen Zimmer ein und nehmen für ein paar Minuten von ganz nahe Teil an fremden Leben im Hotel. 

Caterina Achermann, Elizabeth Arciniega, Laura Baumann, Lisa Bodo, Dragana Caprez, Elvira Delgado, Elaine Derungs, Karin Knoll, Ebru Koyun, Moses Kazungu Kombe, Evche Evariste Nkomi, Amowie Oreoghene, Anahi Perez Izquierdo, Venhar Ramadani, Doris Seibold, Justyna Siwiec.

Konzept und Umsetzung: Jasmine Hoch, Walter Pfaff

 


THIRD EYE l

Im Projekt THIRD EYE erforschten von April 2007 bis Juli 2007 zwei Filmteams mit Jugendlichen ab 14 Jahren das Langstrassenquartier mit seiner multi-ethnischen Bevölkerung. In ihren Filmen reflektieren die Jugendlichen ihre eigene Herkunft in der Begegnung mit Menschen anderer kulturellen Prägungen und versuchen die menschlichen Horizonte zu zeigen, die sich jenseits eingeprägter Vorurteile eröffnen.

In den von den Jugendlichen entstandenen Filme sprechen sie zu uns. Sie zeigen, dass es gelingen kann viele der Gräben zwischen „Wir“ und „Die da“ zu überwinden und Brücken über die Grenzen von lokaler Zugehörigkeit, von Vorurteilen, von Rasse, Geschlecht und Herkunft zu schlagen. Die unterschiedlichsten jungen Menschen kommen in den zwei Filmen zu Wort.

MIR CHIND VOM CHREIS 4  CH 2007, 15’

Die Jugendlichen gehen der Frage nach, wie Kinder im Langstrassenquartier aufwachsen; vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen.

Ein Film von Céline Brunner, Olivia Dürst und Engel Esteban Stricker. Mit Valentina Coluccia, Alexandra Filipovic, Roman Hauser, Alina Horsch und den C4style.

IPHICHANGE(S)  CH 2007, 15’

Die Jugendlichen schlüpfen in Rollen und erfahren ihnen bis anhin Fremdes.  

Cast: Iphigenia Spada, Kamera: Sabri Schumacher. Mit Valentina Coluccia, Daniela Dimitrijevic, Alexandra Filipovic, Cosima Frei, Alina Horsch, Davide-Dan Margiotta, Venhar Ramadani, Iwan Santana, Dido Schumacher 

Künstlerische Leitung: Walter Pfaff/Leitung Bereich Film: Hansjürg Pfaff, Projektleitung: Claudia Flütsch 

Die beiden Filme hatten am 17. November 2007 im Kino Xenix in Zürich Premiere.


Bistro Chadé + Sprachverwirrungen

Am 18. April 2007 zeigte MAXIM VOICE Improvisationen im Zeughaushof  

African Ensemble und FRAUEN treffen FRAUEN